Teekannen / Kaffeekannen

Geschichte des Tees

1. Ursprung des Tees

Die Geschichte des Tees reicht über 5.000 Jahre zurück und hat ihren Ursprung in China. Der Legende nach entdeckte der chinesische Kaiser Shen Nong (ca. 2737 v. Chr.) den Tee zufällig, als einige Teeblätter in sein heißes Wasser fielen.

Die ersten dokumentierten Aufzeichnungen über Tee stammen aus der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.), aber erst während der Tang-Dynastie (618–907) wurde Tee zu einem wichtigen Bestandteil der chinesischen Kultur.

  • China: Der Ursprung und älteste Teekultur der Welt.

  • Japan: Übernahm den Tee im 9. Jahrhundert, was zur Entwicklung der berühmten japanischen Teezeremonie führte.

  • Indien: Entwickelte im 19. Jahrhundert große Teeanbaugebiete durch die Briten (Darjeeling, Assam).

  • Europa: Tee wurde im 16. Jahrhundert durch portugiesische Händler eingeführt, fand aber erst im 17. Jahrhundert durch die Briten große Verbreitung.

2. Wann und wie wurde Tee populär?

  • Chinesische Dynastien (Tang & Song): Tee wurde als Heilmittel und Genussmittel verbreitet.

  • Japanische Zen-Mönche (12. Jahrhundert): Entwickelten die Teezeremonie (Chanoyu).

  • Britisches Empire (18.–19. Jahrhundert): Tee wurde durch Kolonien in Indien und Sri Lanka zur Massenware.

  • Moderne Zeit: Tee ist weltweit eines der meistkonsumierten Getränke nach Wasser.

3. Teesorten und ihre Herstellung

Alle echten Tees stammen von der Pflanze Camellia sinensis und unterscheiden sich durch Verarbeitung und Oxidation:

  • Grüner Tee: Blätter werden nach der Ernte gedämpft oder geröstet, um Oxidation zu verhindern. Enthält viele Antioxidantien.

  • Schwarzer Tee: Vollständig oxidiert, wodurch er eine dunklere Farbe und kräftigeren Geschmack erhält (z. B. Assam, Darjeeling, Ceylon).

  • Oolong-Tee: Teilweise oxidiert, geschmacklich zwischen grünem und schwarzem Tee.

  • Weißer Tee: Minimal verarbeitet, nur getrocknet, sehr mild im Geschmack.

  • Pu-Erh-Tee: Fermentierter Tee aus China mit erdigen Aromen.

Andere Getränke, die oft als Tee bezeichnet werden, aber keine echten Tees sind:

  • Kräutertee (z. B. Kamille, Pfefferminze): Keine Teepflanze, sondern getrocknete Kräuter und Blüten.

  • Rooibos-Tee: Südafrikanischer Tee aus der Rooibos-Pflanze, koffeinfrei.

4. Tee-Qualitäten und Einflussfaktoren

Die Qualität von Tee hängt von vielen Faktoren ab:

  • Pflückzeit:

    • First Flush (erste Ernte): Beste Qualität, zart und aromatisch.

    • Second Flush (zweite Ernte): Kräftiger, würziger Geschmack.

  • Anbauhöhe: Hochlandtees (z. B. Darjeeling) sind aromatischer als Tieflandtees.

  • Verarbeitung: Handgepflückter Tee hat oft eine bessere Qualität als maschinell verarbeiteter Tee.

  • Blattgrade:

    • Whole Leaf (ganze Blätter): Höchste Qualität.

    • Broken Leaf: Gute Qualität, kräftiger Geschmack.

    • Fannings & Dust: Kleinste Partikel, oft für Teebeutel genutzt.

Fazit

Tee hat eine lange Geschichte und ist eines der vielfältigsten Getränke der Welt. Von den ersten chinesischen Kaisern bis zur britischen Teekultur und modernen Teeliebhabern bleibt Tee ein Symbol für Genuss, Gesundheit und Tradition.